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Wie wir den Fair Value berechnen

Für rund 35.000+ Aktien weltweit schätzen wir einen Fair Value — den inneren Wert eines Unternehmens — aus 21 unabhängigen Bewertungsmodellen und bewerten die Qualität über 25 Fundamentalfaktoren. Diese Seite erklärt offen, wie das funktioniert, wo die Grenzen liegen und warum eine Schätzung falsch sein kann.

Was „Fair Value" bedeutet

Der Fair Value ist eine Schätzung des inneren Werts auf Basis der Fundamentaldaten — unabhängig vom aktuellen Börsenkurs. Wir vergleichen ihn anschließend mit dem Kurs: Liegt der Kurs deutlich darunter, erscheint die Aktie nach unserem Modell unterbewertet; liegt er darüber, erscheint die Bewertung gedehnt. Das ist eine analytische Einordnung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung.

Die 21 Bewertungsmodelle

Jedes Unternehmen wird durch einen Stapel unabhängiger Intrinsic-Value-Modelle bewertet und zu einem familien-ausgewogenen Konsens verschmolzen — gewichtet danach, wie viel belastbare Daten dahinterstehen. Die Modellfamilien:

Alle Eingaben sind real gemeldete Daten aus den Abschlüssen — nichts wird geraten. Wachstumsannahmen sind bewusst konservativ begrenzt, damit eine einzelne optimistische Annahme das Ergebnis nicht dominiert.

Der Quality-Score (25 Faktoren)

Eine separate Ebene bewertet die Geschäftsqualität (0–100) aus rund 25 Fundamentalfaktoren — Profitabilität, Wachstum, Bilanzstärke, Kapitalrendite und mehr — unabhängig von der Bewertung. So wird ein billiger Kurs nicht mit einem guten Unternehmen verwechselt: Ein niedriger Kurs bei schwacher Qualität kann eine Value-Falle sein.

Evidenz & Konfidenz

Jede Schätzung trägt einen Evidenz-Status (hoch / mittel / niedrig). „Hohe Evidenz" heißt: Der Fair Value ruht auf reichen, gegengeprüften Daten und genügend anwendbaren Modellen — keine dünne Schätzung aus wenigen Zahlen. Zusätzlich zeigen wir eine Spanne (Bear-/Bull-Wert), damit die Unsicherheit sichtbar bleibt.

Grenzen — warum eine Schätzung falsch sein kann

Ein Fair Value ist eine Schätzung, keine Gewissheit. Er kann daneben liegen, wenn: die gemeldeten Daten Fehler enthalten oder später korrigiert werden; einmalige Sondereffekte das Ergebnis verzerren; sich das Geschäftsmodell, die Branche oder die Zinslandschaft strukturell ändern; oder die konservativen Wachstumsannahmen ein außergewöhnliches Unternehmen unter- oder überschätzen. Deshalb sind Evidenz-Status und Spanne fester Bestandteil jeder Ausgabe.

Datenaktualität

Kurse werden börsentäglich nach Handelsschluss aktualisiert; Fundamentaldaten, sobald neue Abschlüsse vorliegen. Jede Aktienseite zeigt, von wann der Fair Value stammt. Mehr dazu unter Daten & Vertrauen.

Häufige Fragen

Ist der Fair Value eine Kaufempfehlung?

Nein. Es ist eine modellbasierte, evidenzbasierte Analyse zu Bildungs- und Recherchezwecken — keine Anlageberatung und keine Kauf-/Verkaufsempfehlung.

Hängt der Fair Value vom Kurs ab?

Nein — er wird unabhängig aus den Fundamentaldaten berechnet und erst danach mit dem Kurs verglichen.

Wie verlässlich ist die Schätzung?

Das hängt von Datenqualität und Annahmen ab. Jede Aktie zeigt deshalb einen Evidenz-Status und eine Bear-/Bull-Spanne.

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Bildungs- und Recherchezweck · keine Anlageberatung · keine Kauf-/Verkaufsempfehlung.