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ETF Fair Value Rechner

Ein ETF hat keinen eigenen Fair Value. Er ist ein Korb, und wert ist er das, was die Aktien darin wert sind. Dieser Rechner löst die enthaltenen Positionen gegen ihren Fair Value auf und gewichtet sie nach Portfolio-Anteil. Für 650 Fonds liegt das Ergebnis fertig vor, eigene Zahlen kannst du daneben selbst eingeben.

    SPY · State Street® SPDR® S&P 500® ETF Trust

    −49,0 %
    Die Holdings stehen im Schnitt ÜBER Fair Value
    68,4Qualität des Korbs (0 bis 100)
    58,9 %des Fonds bewertet
    47 / 50Positionen aufgelöst
    0,10 %Gebühr p. a. (TER)
    Größte Positionen Gewicht zum Fair Value
    NVIDIA Corporation 8,08 % −55,9 %
    Apple Inc. 7,03 % −47,0 %
    Microsoft Corporation 5,69 % −23,3 %
    Amazon.com Inc 3,84 % −49,9 %
    Alphabet Inc Class A 3,01 % k. A.
    Broadcom Inc 2,65 % −67,8 %
    Alphabet Inc Class C 2,40 % −56,5 %
    Meta Platforms Inc. 1,90 % −9,8 %

    Stand der Bewertungsdaten: 04.09.2026. Ein Plus heißt: die enthaltenen Aktien stehen im Schnitt unter ihrem Fair Value.

    Wie der Fair Value eines ETF berechnet wird

    Der Rechenweg hat drei Schritte und ist bewusst langweilig, weil genau daran die meisten Antworten im Netz scheitern: sie bewerten den Fonds als Ganzes, obwohl es nichts zu bewerten gibt. Ein Fonds erwirtschaftet keine Gewinne, seine Positionen tun das.

    1. Jede Position einzeln bewerten

    Für jede Aktie im Korb läuft die volle Bewertung: 26 Modelle auf geprüften Fundamentaldaten, gewichtet nach Belegkraft. Daraus ergibt sich je Aktie ein Fair Value und die Lücke zum aktuellen Kurs.

    2. Nach Portfolio-Anteil gewichten

    Eine Position mit acht Prozent Gewicht zählt achtmal so schwer wie eine mit einem Prozent. Genau deshalb kann ein Index teuer sein, obwohl die Mehrzahl seiner Titel günstig ist: die schwersten Positionen entscheiden.

    Fonds-Lücke = Σ (Gewichtᵢ × Lückeᵢ) / Σ Gewichtᵢ

    3. Die Deckung offenlegen

    Nicht jede Position lässt sich auflösen, und kein Fonds legt alles offen. Wir weisen aus, welcher Anteil des Korbs tatsächlich bewertet wurde. Unter 50 Prozent gilt das Ergebnis als nicht belastbar. Eine Zahl ohne Deckungsangabe ist keine Antwort, sondern eine Behauptung.

    Drei Dinge, die „ETF Fair Value" bedeuten kann

    Wer nach dem Fair Value eines ETF sucht, meint eine von drei sehr verschiedenen Sachen. Sie werden ständig verwechselt, und die Verwechslung kostet Geld, weil zwei davon nichts über teuer oder günstig sagen.

    Durchschau-Bewertung (darum geht es hier)

    Was sind die enthaltenen Unternehmen fundamental wert, gewichtet nach Anteil. Das ist die einzige der drei Zahlen, die beantwortet, ob der Fonds teuer ist.

    Kurs gegen NAV (Auf- oder Abschlag)

    Der NAV ist die Summe der Marktkurse aller Positionen. Handelt der ETF darüber, zahlst du einen Aufschlag auf den Korb. Bei großen, liquiden Fonds liegt das meist unter 0,1 Prozent. Über teuer oder günstig sagt es nichts.

    Aufschlag % = (Kurs − NAV) / NAV × 100

    Futures Fair Value auf einen Index

    Der theoretische Terminkurs aus Kassastand, Zins und Dividendenrendite. Er erklärt, warum der Future vor Börsenstart anders notiert als der Index, und ist reine Zinsrechnung.

    Fair Value = Index × [1 + (r − q) × d / 360]

    ETFs mit dem größten Abstand zum Fair Value, heute

    Gefiltert auf Fonds, bei denen mindestens die Hälfte des Korbs bewertet werden konnte. Von 335 belastbar gedeckten Fonds stehen 13 im Schnitt unter Fair Value.

    Am günstigsten bewertet

    Am teuersten bewertet

    Alle 650 bewerteten ETFs nach Kategorie →

    Häufige Fragen

    Wie berechnet man den Fair Value eines ETF?

    Ein ETF hat keinen eigenen Fair Value, er ist ein Korb. Man bewertet jede enthaltene Aktie einzeln, bildet je Position die Lücke zwischen Kurs und Fair Value und gewichtet diese Lücken nach Portfolio-Anteil. Das Ergebnis ist der Durchschau-Wert des Fonds: liegen die Holdings im Schnitt unter ihrem Fair Value, ist auch der Fonds günstig bewertet.

    Ist das dasselbe wie der NAV?

    Nein, und das ist die häufigste Verwechslung. Der NAV ist die Summe der Marktkurse aller Positionen, also der BUCHWERT des Korbs zu heutigen Kursen. Der Fair Value fragt, was diese Positionen fundamental wert sind. Ein ETF kann exakt auf NAV handeln und trotzdem 40 % über Fair Value liegen, weil der ganze Korb teuer ist.

    Was heißt Fair Value bei Futures?

    Das ist die dritte Bedeutung und hat mit Bewertung nichts zu tun. Bei Index-Futures ist der Fair Value der theoretische Terminkurs aus Kassakurs, Zins und Dividendenrendite über die Restlaufzeit. Er sagt, wo der Future rechnerisch stehen sollte, nicht ob der Index teuer ist.

    Wie zuverlässig ist die Durchschau?

    So weit, wie der Fonds seine Positionen offenlegt. Wir weisen bei jedem Fonds aus, welcher Anteil des Korbs tatsächlich bewertet werden konnte. Unter 50 % Deckung markieren wir das Ergebnis als nicht belastbar, statt eine Zahl zu zeigen, die auf einem Sechstel des Portfolios beruht.

    Kann ein ganzer Index überbewertet sein?

    Ja. Genau dafür ist die Durchschau da. Wenn die schwersten Positionen eines Index gleichzeitig weit über ihrem Fair Value stehen, trägt der Indexfonds diese Bewertung eins zu eins mit, unabhängig davon wie günstig seine Gebühr ist.

    Weiter rechnen

    Die Durchschau ist nur so gut wie die Bewertung der einzelnen Aktie. Diese Werkzeuge rechnen dieselbe Frage auf Einzeltitel-Ebene.

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