Eigenkapitalrendite-Rechner (ROE)
Wie effizient verzinst das Unternehmen das Eigenkapital der Aktionäre?
Diesen Rechner gibt es auch auf Englisch: Return on Equity Calculator →
Eingaben
Jahresgewinn
Auch genannt: Net Income, Jahresüberschuss, Reingewinn, Bottom Line
Wo finde ich das? Gewinn- und Verlustrechnung, allerletzte Zeile.
Wie herleiten: Umsatz − alle Kosten, Zinsen und Steuern.
Eigenkapital
Auch genannt: Shareholder Equity, Reinvermögen, Net Assets
Wo finde ich das? Bilanz, Passivseite (unten).
Wie herleiten: Bilanzsumme − Gesamtverbindlichkeiten.
Ergebnis, live
Dauerhaft >15 % ist die Buffett-Schwelle für Qualitätsunternehmen. Vorsicht bei negativem Eigenkapital durch Aktienrückkäufe.
Die Eigenkapitalrendite (ROE) zeigt, wie viel Gewinn ein Unternehmen aus dem eingesetzten Eigenkapital der Aktionäre erwirtschaftet. Sie ist Warren Buffetts liebster Qualitätsmaßstab: Wer dauerhaft über 15 % verdient, verzinst das Kapital der Eigentümer überdurchschnittlich.
So funktioniert die Formel
Du teilst den Jahresgewinn durch das Eigenkapital und rechnest in Prozent um. Je höher, desto effizienter arbeitet das Management mit dem Kapital der Aktionäre.
Beispiel: 500 Mio. € Gewinn bei 3.200 Mio. € Eigenkapital. ROE = 500 ÷ 3.200 × 100 = 15,6 % — knapp über der Qualitätsschwelle.
So liest du das Ergebnis
- Über 15 %: stark — Qualitätsniveau nach Buffett.
- 8 bis 15 %: solide, aber unauffällig.
- Unter 8 %: schwach — das Kapital arbeitet zu wenig.
Worauf du achten solltest
- Hohe Schulden hebeln die ROE künstlich hoch — prüfe sie zusammen mit dem Verschuldungsgrad.
- Bei negativem Eigenkapital (oft durch Aktienrückkäufe) ist die Kennzahl bedeutungslos.
- Einmalgewinne oder Sonderabschreibungen verzerren ein einzelnes Jahr — achte auf den Trend.
Häufige Fragen
Warum gilt 15 % als Qualitätsschwelle?
Kann die ROE zu hoch sein?
Wo finde ich Gewinn und Eigenkapital?
Keine Anlageberatung · keine Kauf-/Verkaufsempfehlungen · Vergangene Wertentwicklung ist keine Garantie für künftige Ergebnisse.